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Hat die Rechnung dreimal nachgerechnet. Dann die Website aufgemacht um die Preise zu vergleichen. Dann gefragt warum das Wasser nicht in der Online-Karte steht. Dann die Servicepauschale hinterfragt – die wir gar nicht haben. Trinkgeld: null. Erwartungsgemäß.
In Paris hätte das Steak medium-rare ausgesehen. In Barcelona wäre die Portion größer gewesen. In Tokio hätte der Service schneller reagiert. Wir sind in München, das Steak ist gut, und ich hab gerade acht andere Tische. Aber danke für den Städtetrip.
Hat 40 Minuten auf die Bestellung gewartet – an einem Freitagabend mit vollem Haus, nach einem Sonderwunsch-Gericht das wir normalerweise nicht anbieten. Dann: "Ich erwarte eine Entschuldigung oder ich schreib das." Die Entschuldigung hat sie bekommen. Die Bewertung auch trotzdem.
Geführte Familienwanderung, drei Kinder dabei. Die Eltern haben die ganze Tour miteinander geredet. Die Kinder haben Steine auf den Weg geworfen, zweimal fast andere Wanderer getroffen und am Gipfel geweint weil sie kein WLAN hatten.
Bergpanorama bei besten Bedingungen – und dann stehen vier Leute am Gipfel und filmen nur sich selbst. Die Aussicht war Hintergrund. Einer ist beim Rückwärtsgehen für das perfekte Selfie fast über einen Felsen gestolpert. Fast.
Fünf Stunden Wanderung, fünf Stunden Fragen. Wohin jetzt? Ist das der richtige Weg? Wie weit noch? Soll ich Sonnencreme auftragen? Was essen wir? Ich bin Guide, nicht Therapeutin – aber an dem Tag hab ich beides gemacht.
Hat den kompletten Aufstieg damit verbracht, das Wetter zu kommentieren. Jede Wolke wurde analysiert, jeder Windhauch eingeordnet. "Das wird nix mehr heute." Oben war strahlender Sonnenschein. Hat dann erklärt, er hab eigentlich gewusst dass es schön wird.
Hat eine halbe Stunde die Karte studiert. Ich bin dreimal gefragt worden "Was würden Sie empfehlen?" – jedes Mal hab ich was anderes empfohlen, jedes Mal wurde es abgelehnt. Am Ende hat er das erste Getränk auf der Karte bestellt. Das war das, womit ich angefangen hatte.
Hat dreimal das Gleiche bestellt, dreimal geändert, und am Ende gefragt was er eigentlich hat. Ich hab erklärt: Aperol Spritz. Er hat genickt, so getan als wäre das sein Plan gewesen, und ihn brav getrunken. Netter Mensch eigentlich.
die prinzessin hat von uns erwartet, dass wir sie mit ihrem mann von dem parkplatz mit der pferdekutsche abholen und zu eingangstür führen.. natürlich kostenlos, natürlich nicht gemacht :D :D